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GITEX Europe 2026 in Berlin: Zwischen KI-Euphorie, Innovation und Realität
Markus Begerow
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02.07.26 14:46
Die GITEX Europe 2026 hat die Messe Berlin zu einem internationalen Treffpunkt für Technologie, künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Blockchain und Start-ups gemacht. Mein Besuch zeigte schnell: Die Veranstaltung lebt nicht allein von großen Messeständen und neuen Produkten, sondern vor allem von den Menschen, Ideen und Gesprächen hinter den Technologien.
Bereits vor dem Eingang wurde die internationale Dimension der Messe deutlich. Die großflächige GITEX-Installation an der historischen Messehalle verband den globalen Anspruch der Veranstaltung mit dem Standort Berlin. Das Leitmotiv einer mutigen, offenen und vernetzten digitalen Zukunft passte gut zum Charakter der Messe.
Unternehmen, Start-ups, öffentliche Akteure und Technologieexperten aus zahlreichen Ländern kamen zusammen, um ihre Lösungen zu präsentieren und über die nächsten Entwicklungsschritte der digitalen Wirtschaft zu diskutieren.
Orientierung zwischen KI, Start-ups und internationalen Ausstellern
Schon im Eingangsbereich wurde deutlich, wie breit die GITEX thematisch und geografisch aufgestellt war. Die unterschiedlichen Hallen verbanden klassische Technologiethemen mit neuen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz, Cybersecurity, digitale Infrastruktur und Start-up-Innovationen.
Die Messe wirkte dabei weniger wie eine klassische Produktschau und mehr wie eine Plattform für internationale Vernetzung. Neben europäischen Ausstellern waren zahlreiche Unternehmen und Delegationen aus Asien, dem Nahen Osten und weiteren Wachstumsregionen vertreten.
Die internationalen Veranstaltungsankündigungen vermittelten zudem einen guten Eindruck davon, wie stark die verschiedenen GITEX-Standorte miteinander verbunden sind. Berlin ist damit Teil eines globalen Technologie- und Innovationsnetzwerks.
Die räumliche Aufteilung unterstrich diese Vielfalt. In den verschiedenen Hallen fanden sich unter anderem Aussteller aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Softwareentwicklung, Cloud-Technologie, Datenmanagement, Cybersecurity und digitale Transformation.
Internationale Vielfalt als besondere Stärke
Zu den auffälligsten Bereichen gehörten die internationalen Länder- und Gemeinschaftsstände. Der Korea Blockchain Pavilion zeigte, welchen Stellenwert Blockchain-Technologien, digitale Identitäten und datenbasierte Geschäftsmodelle in Südkorea besitzen.
An den einzelnen Ständen wurden unterschiedliche Lösungen präsentiert. Von Plattformen für digitale Identitäten bis hin zu Anwendungen für Datenmanagement, Finanztechnologie und Blockchain-Infrastrukturen. Auch weitere internationale Gemeinschaftsstände verdeutlichten, wie global die Messe ausgerichtet war. Unternehmen präsentierten dort Lösungen aus den Bereichen Datenanalyse, Softwareentwicklung, künstliche Intelligenz und digitale Unternehmensprozesse.
Gerade diese internationalen Bereiche machten den Besuch besonders interessant. Sie boten die Gelegenheit, Technologien und Geschäftsmodelle kennenzulernen, die auf dem deutschen Markt bislang teilweise noch weniger sichtbar sind. Die Messe ermöglichte damit nicht nur einen Blick auf aktuelle europäische Entwicklungen, sondern auch auf technologische Ansätze aus anderen Innovationsregionen.
Einblicke in neue Produkte und Anwendungen
Ein besonderes Highlight war die persönliche Vorstellung des neuen Produkts SQL Bender. Dabei erhielt ich einen direkten Einblick in die Idee, die Funktionsweise und die technischen Überlegungen hinter der Lösung.
Die Präsentation zeigte, wie komplexe Datenbank- und SQL-Themen durch neue technische Ansätze besser überwacht, analysiert und verständlich gemacht werden können. Besonders wertvoll war nicht nur die Demonstration des Produkts, sondern auch das direkte Gespräch über den praktischen Nutzen und die Herausforderungen bei der Entwicklung.
Solche persönlichen Produktvorstellungen gehören für mich zu den großen Vorteilen einer Messe. Eine Website oder Präsentation kann Funktionen erklären. Im direkten Austausch wird jedoch deutlich, welches Problem ein Produkt tatsächlich lösen soll, wie es eingesetzt werden kann und welche Überlegungen hinter seiner Entwicklung stehen.
Bekannte Gesichter und neue Kontakte
Neben den technologischen Eindrücken stand für mich vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Ich habe bekannte Gesichter wiedergesehen und gleichzeitig viele neue Menschen kennengelernt.
Gerade diese Mischung aus bestehenden Kontakten und neuen Begegnungen macht Veranstaltungen wie die GITEX besonders wertvoll. Viele wichtige Impulse entstehen nicht während einer Präsentation, sondern in spontanen Gesprächen zwischen Messeständen, bei einer Produktdemonstration oder beim gemeinsamen Austausch über aktuelle Herausforderungen.
Die Gespräche reichten von konkreten technologischen Anwendungen über neue Geschäftsmodelle bis hin zu grundsätzlichen Fragen der digitalen Transformation. Dabei wurde erneut deutlich, dass Innovation nicht nur eine technische, sondern auch eine kommunikative und organisatorische Aufgabe ist. Gute Ideen entwickeln ihre Wirkung häufig erst dann, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
KI als dominierendes Thema
Künstliche Intelligenz (KI) war erwartungsgemäß eines der zentralen Themen der Messe. Zahlreiche Aussteller präsentierten Anwendungen, Plattformen und Infrastrukturen, die auf KI-Technologien basieren. Das Spektrum reichte von generativer KI und intelligenten Assistenzsystemen bis hin zu datenbasierten Lösungen für Unternehmen, Verwaltung, Industrie und Forschung.
Dabei zeigte sich, dass sich die Diskussion zunehmend von der reinen Leistungsfähigkeit einzelner Modelle hin zu konkreten Anwendungsfragen verschiebt. Unternehmen beschäftigen sich stärker damit, wie künstliche Intelligenz sinnvoll in bestehende Prozesse integriert werden kann. Auch Fragen der Datenqualität, Informationssicherheit, Governance und digitalen Souveränität spielten eine wichtige Rolle.
Die Messe verdeutlichte damit, dass künstliche Intelligenz nicht mehr nur als isolierte Technologie betrachtet wird. Sie wird zunehmend zu einem Bestandteil umfassender digitaler Infrastrukturen und Unternehmensprozesse.
Blockchain bleibt ein Innovationsthema
Neben künstlicher Intelligenz war auch Blockchain weiterhin präsent. Die Technologie stand zwar weniger stark im Vordergrund als in früheren Jahren, wurde jedoch in zahlreichen konkreten Anwendungsfeldern sichtbar.
Im Mittelpunkt standen weniger spekulative Anwendungen, sondern vielmehr digitale Identitäten, sichere Datenübertragung, Nachweisverfahren, Plattformlösungen und tokenbasierte Geschäftsmodelle. Insbesondere die internationalen Aussteller zeigten, dass Blockchain in verschiedenen Regionen weiterhin als Baustein digitaler Infrastrukturen betrachtet wird.
Für mich war besonders interessant, wie stark Blockchain inzwischen mit anderen Technologiefeldern verbunden wird. Dazu gehören unter anderem künstliche Intelligenz, Cybersecurity, digitale Identitäten und automatisierte Geschäftsprozesse.
Mein Fazit zur GITEX Europe 2026
Die GITEX Europe 2026 zeigte eine große Bandbreite neuer Technologien. Neben künstlicher Intelligenz und Blockchain spielten Datenplattformen, Cloud-Infrastrukturen, Cybersecurity und digitale Verwaltungslösungen eine wichtige Rolle.
Mein wesentlichster Eindruck bleibt jedoch: Technologie entfaltet ihren Wert nicht allein durch technische Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist, ob sie reale Probleme löst, verständlich eingesetzt werden kann und von Menschen angenommen wird. Ein modernes Produkt kann technisch beeindruckend sein. Sein tatsächlicher Nutzen zeigt sich jedoch erst im praktischen Einsatz.
Die Messe bot zahlreiche Möglichkeiten, genau darüber zu sprechen. Nicht jede präsentierte Lösung wird sich dauerhaft durchsetzen. Die Vielfalt der Ansätze zeigte jedoch, wie intensiv derzeit an neuen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen gearbeitet wird. Gerade im direkten Austausch wurde deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung mehr benötigt als leistungsfähige Software. Sie erfordert klare Prozesse, geeignete Daten, realistische Zielsetzungen und Menschen, die Veränderungen aktiv gestalten.
Markus unterstützt Start-ups, Unternehmen und Organisationen dabei, das strategische Potenzial von Daten und künstlicher Intelligenz auszuschöpfen. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der strategischen Beratung analysiert er digitale Geschäftsmodelle und den technologischen Reifegrad von Unternehmen. Dabei identifiziert er Möglichkeiten zur Modernisierung von IT-Architekturen, zum Ausbau von Daten- und KI-Fähigkeiten sowie zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.
Markus Begerow verfügt über umfassende Expertise in der Leitung, Umsetzung und Skalierung von Projekten in den Bereichen Daten und künstliche Intelligenz. In den vergangenen Jahren hat er namhafte Unternehmen bei der Einführung innovativer Technologien, der Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle und dem Aufbau moderner Datenplattformen beraten. Darüber hinaus ist er als Dozent an der Universität tätig und vermittelt dort praktisches Wissen zu Datenverarbeitung und dezentralen Datenplattformen.
Neben seiner Beratungs- und Lehrtätigkeit beschäftigt sich Markus kontinuierlich mit aktuellen Entwicklungen in Technologie, Wirtschaft und künstlicher Intelligenz. In einem wöchentlich erscheinenden Newsletter (Markets. Insights. Tech.) ordnet er relevante Nachrichten, Marktbewegungen und technologische Trends ein und zeigt auf, welche strategischen Konsequenzen sich daraus für Unternehmen und Entscheider ergeben. Im Rahmen des Formats „roosi denkt mit“ ist er zudem aktiv als Autor tätig und veröffentlicht Analysen, Denkanstöße und praxisorientierte Beiträge zu Daten, KI, Digitalisierung und neuen Geschäftsmodellen.
Bei all seinen Tätigkeiten - ob in Beratungsprojekten, Vorlesungen, Publikationen oder Mentoring-Programmen - verfolgt Markus das Ziel, digitale Innovation verständlich, strategisch einzuordnen und praktisch umsetzbar zu machen.





