Wie IoT-Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit beitragen können

Veröffentlicht am 09.10.23 11:22 durch Tim Erben

Das Internet of Things ist nicht nur eine Technologie, die unser Leben bequemer, effizienter und vernetzter macht. Es ist auch ein Instrument, das uns im Wettlauf gegen den Klimawandel hilft. IoT-Technologien ermöglichen den Datenaustausch zwischen intelligenten Geräten und die Zusammenführung der Informationen in einer Cloud-Plattform. Die Auswertung dieser Datenflut eröffnet zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten: Produktkosten können gesenkt, Leistungsmerkmale verbessert und die Zeiteffizienz gesteigert werden. Doch damit nicht genug. IoT-Technologien können auch dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken, die Ressourcennutzung zu verbessern und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. In diesem Blogbeitrag möchten wir einige Beispiele vorstellen, wie IoT-Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit beitragen können.

 

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Effiziente Energieverteilung dank IoT 

Effiziente Nutzung von Energie ist einer der wichtigsten Faktoren für Nachhaltigkeit. IoT-Technologien unterstützen diese, indem sie den Energieverbrauch von Haushalten und Unternehmen überwachen, steuern und optimieren. Intelligente Stromzähler können beispielsweise den Energieverbrauch in Echtzeit erfassen und an eine zentrale Plattform übermitteln. Dadurch können Verbraucher ihren Energiebedarf anpassen, Tarife vergleichen und Kosten sparen. Des Weiteren können Energieversorger dank IoT die Nachfrage besser prognostizieren, das Netz ausgleichen und Engpässe vermeiden. 

Intelligente Beleuchtungssysteme sind ein weiteres Beispiel für eine effiziente Energieverteilung. Diese können mithilfe von Sensoren und Algorithmen die Helligkeit und Farbe des Lichts an die Umgebungsbedingungen und die Vorlieben der Nutzer anpassen. Dies steigert nicht nur den Komfort, sondern senkt auch den Stromverbrauch. Laut einer Studie von McKinsey kann intelligente Beleuchtung bis zu 70 Prozent des weltweiten Beleuchtungsstroms einsparen.

 

Allgemeine Vorteile von IoT für die Nachhaltigkeit 

Neben der effizienten Energieverteilung gibt es noch viele weitere Vorteile von IoT für die Nachhaltigkeit. Hier sind einige davon: 

  • Vernetzte Fahrzeugflotten reduzieren den Kraftstoffverbrauch: Durch das Tracking von Fahrzeugen mit IoT-Sensoren können Flottenmanager ihre Flotte aus der Ferne überwachen und kurzfristig auf Ereignisse reagieren. Nicht ausgelastete Fahrzeuge werden schneller an anderer Stelle eingesetzt und Routen in Echtzeit verbessert. Wartungsbedürftige Vehikel melden sich, bevor Probleme auftreten. Durch den effizienteren Einsatz der Flotte werden letztlich Kraftstoff und CO2-Emissionen eingespart. 

  • Nachhaltige Logistik durch Tracking und Überwachung: Ähnlich wie beim smarten Flottenmanagement können auch Logistiker ihre Lieferketten und Güter mithilfe von IoT-Technologie überwachen, steuern und optimieren. Wenn Güter lange Transportwege hinter sich haben, leidet ihre Klimabilanz. Der Logistikbranche ist daher daran gelegen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Das gelingt mit dem Internet of Things: Routenoptimierung und Stauvermeidung führen zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch. Die Logistikbetriebe sparen dabei Kosten ein und profitieren von präziseren Lieferterminen. 

  • Smart Cities für weniger Verkehrschaos: Die Infrastruktur in Städten hat einen großen Einfluss auf die Lebensqualität der Bewohner und auf die Belastung der Umwelt mit CO2-Emissionen und Lärm. Smart Cities messen mithilfe von IoT-Sensoren das Verhalten der Verkehrsteilnehmer und der Personenströme im ÖPNV. Es gibt Systeme, die sogar Wetterdaten und Stadtevents berücksichtigen, um möglichst präzise Verkehrsprognosen zu erstellen. Anhand der Daten können Staus und ungenutzte ÖPNV-Angebote reduziert werden. Intelligente Ampeln passen die Dauer der Grünphasen an den Verkehrsfluss an. Über Anzeigetafeln wird der Verkehr bei Bedarf umgeleitet. 


IoT und intelligente Städte 

Ein besonderes Anwendungsgebiet von IoT für die Nachhaltigkeit sind die sogenannten intelligenten Städte oder Smart Cities. Diese sind Städte, die mithilfe von digitalen Technologien ihre Infrastruktur, ihre Dienstleistungen und ihre Verwaltung optimieren, um die Lebensqualität ihrer Bewohner zu verbessern und die Umwelt zu schonen. Laut Navigant Research wird der jährliche globale Smart-City-Umsatz bis 2025 voraussichtlich 88,7 Milliarden US-Dollar erreichen.

IoT-Technologien spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Smart Cities, da sie eine Vielzahl von Daten aus verschiedenen Quellen erfassen, verarbeiten und analysieren können. Diese Daten können dann genutzt werden, um die städtischen Systeme zu steuern, zu optimieren und zu integrieren. Einige Beispiele für IoT-basierte Smart City-Lösungen sind: 

  • Smarte Abfallwirtschaft: IoT-Sensoren können den Füllstand von Mülltonnen messen und an eine zentrale Plattform übermitteln. Dadurch können die Abfallentsorger die Abholrouten optimieren, die Fahrzeuge effizienter einsetzen und die Umweltbelastung reduzieren. 
  • Smarte Luftqualität: IoT-Sensoren können die Luftverschmutzung in verschiedenen Teilen der Stadt messen und an eine zentrale Plattform übermitteln. Dadurch können die Behörden die Luftqualität überwachen, Warnungen ausgeben und Maßnahmen ergreifen, um die Emissionen zu senken. 

  • Smarte Energieversorgung: IoT-Sensoren können den Energieverbrauch und die Erzeugung in verschiedenen Teilen der Stadt messen und an eine zentrale Plattform übermitteln. Dadurch können die Energieversorger die Nachfrage besser prognostizieren, das Netzwerk ausbalancieren und erneuerbare Energien integrieren. 

  • Smarte Mobilität: IoT-Sensoren können den Verkehrsfluss, die Parkplatzbelegung und die Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln in verschiedenen Teilen der Stadt messen und an eine zentrale Plattform übermitteln. Dadurch können die Verkehrsteilnehmer die beste Route wählen, Parkplätze finden und ÖPNV-Angebote nutzen. 

Das Internet of Things und intelligente Städte bieten viele Vorteile für die Gesellschaft, z. B. mehr Komfort, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz. Es gibt jedoch auch Herausforderungen wie Datenschutz, Cybersicherheit, Interoperabilität und Kosten. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Internet of Things und der intelligenten Städte sind eine klare Vision, eine gute Planung, eine enge Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Anpassung erforderlich.

 

Fazit 

Das Internet of Things ist eine transformative Technologie, die nicht nur dazu beiträgt, unseren Alltag komfortabler, effizienter und vernetzter zu gestalten, sondern auch einen signifikanten Beitrag zur Förderung der Nachhaltigkeit leistet. Durch die Implementierung von IoT-Technologien sind wir in der Lage, den Energieverbrauch zu minimieren, die Nutzung von Ressourcen zu optimieren und CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren. Es existieren zahlreiche Anwendungsbereiche für diese Technologie, darunter die effiziente Verteilung von Energie, nachhaltige Logistikprozesse und die Entwicklung von Smart Cities. In einer Zeit, in der immer mehr Verbraucher und Kunden großen Wert auf Nachhaltigkeit legen, können Unternehmen in doppelter Hinsicht von den Vorteilen des IoT profitieren: Sie sind nicht nur in der Lage, ihre Kosten zu senken, sondern fördern gleichzeitig den Klimaschutz durch eine verbesserte CO2-Bilanz und stärken ihr eigenes Image.

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